
Erfahrungsbericht:
Positive Bilanz und wertvolle Erfahrungen beim ersten
Haustausch
Nach mehrjähriger, passiver
Mitgliedschaft bei Homelink haben wir uns kurzfristig zu unserem
ersten Tausch entschlossen – und sind froh, dass wir es endlich
getan haben. Wir waren diesmal noch vorsichtig und haben uns nur von
München aus für eine Woche an den Bodensee vorgewagt. Aber beim
nächsten Mal geht es bestimmt weiter weg!
Bei unserem ersten Haustausch
haben wir gute Erfahrungen gemacht und für künftige
Tauschvereinbarungen einiges hinzugelernt. Angefangen hat unser
Tausch damit, dass wir unsere Abreise um ein paar Tage – wegen eines
kranken Kindes – verschieben mussten. Das war für unsere
Tauschpartner kein Problem, wir haben unseren Tausch dann einfach
nach hinten verlängert. Bei unserer Ankunft hatten unsere
Tauschpartner alles tipptopp vorbereitet, und wir selbst hatten in
unserem Haus auch kräftig aufgeräumt und geputzt. Das ist unsere
erste Lektion, die wir bei diesem Tausch gelernt haben: In Zukunft
werden wir nicht mehr unter 5 Tagen tauschen, weil uns der Aufwand
dafür doch zu groß ist. Familien ohne Kind, die ihr Haus leichter in
einem aufgeräumten Zustand halten können, haben es da sicher
einfacher auch mal einen kurzen Tausch über ein langes Wochenende zu
vereinbaren!
Unseren Tauschaufenthalt
verbrachten wir in einer optimalen Urlaubsgegend, und unsere
Gastgeber haben uns mit Prospektmaterial und Ausflugstipps bestens
versorgt, diese sogar vorher zu uns nach München geschickt! Die
ganze Neubausiedlung wusste schon Bescheid über uns, insofern hatten
wir sofort mit den sehr offenen Nachbarn Kontakt und bekamen noch
weitere Ratschläge. Bereits nach einem Tag klingelten
Nachbarskinder, um unseren Sohn zum Spielen abzuholen. Dieser
Milieuwechsel (wir selbst wohnen in einer älteren Siedlung mit
größeren Grundstücken, älteren Anwohnern und nicht ganz so engem
Kontakt) war eine sehr interessante Erfahrung für uns.
Die größte Angst beim ersten
Haustausch ist es natürlich, in der fremden Wohnung etwas zu
beschädigen. Unsere Gastgeber hatten uns gebeten, den weichen Boden
aus Lärchendielen nur mit Hausschuhen zu betreten. Daran haben wir
uns natürlich gehalten, aber leider fand unser Sohn im Wohnzimmer
einen Kasten mit Holzbauklötzen, aus denen er Türme baute, die er
dann zum Einsturz brachte. Zu unserem Riesenschrecken stellten wir
am Ende fest, dass diese Klötze lauter kleine Macken in den Fußboden
geschlagen hatten!
Und hier ist unsere zweite
Lektion beim ersten Haustausch: Wir waren sehr froh, dass wir eine
Haftpflichtversicherung abgeschlossen hatten. Zum Glück ergab sich
in diesem Fall jedoch eine Lösung, bei der wir die Versicherung
nicht nutzen mussten: Die Macken ließen sich mit dem heißen
Bügeleisen im wahrsten Sinne des Wortes „ausbügeln“, was unser
findiger Tauschpartner noch am ersten Abend herausbekam und uns
telefonisch mitteilte. Unser erster Haustausch war trotz diesem
kleinen Malheur für uns und für unsere Tauschfamilie so positiv,
dass wir uns von weiteren Tauschvereinbarungen nicht abhalten
lassen!
Unser Fazit vom ersten
Haustausch:
1. Sollte man sich klar machen,
dass der nicht geringe Aufwand der Vorbereitungen im richtigen
Verhältnis zur Länge des Aufenthaltes stehen muss.
2. Sollte man unbedingt
Haftpflicht versichert sein und diesen Nachweis möglichst auch von
seinen Partnern verlangen.
3. Sollte man den Tauschpartner
über „Schwachstellen“ im eigenen Haus und beim Hausrat sehr genau
informieren damit nichts passiert. Über Kleinigkeiten muss man
großzügig hinwegsehen – das gleicht sich aus, und der ideelle Gewinn
sowie die Reisekostenersparnis lohnen das Tauschen allemal.
4. Zu guter Letzt steht für uns
fest, dass Haustausch mit Homelink wirklich eine prima Idee für
aufgeschlossene Leute ist!
Sybille Gensler,
Neubiberg DE079031
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